🍞 nōra 🍞 utilise witches.town. Vous pouvez læ suivre et interagir si vous possédez un compte quelque part dans le "fediverse".
Ambitionierte Projekte gibt es derer wirklich Viele. Allerdings scheint dieser Tage Prinzipientreue nicht so sehr verbreitet zu sein. Ein Beispiel? #Diaspora

Das dezentrale Netzwerk verspricht viel, symbolisiert noch sehr viel mehr, aber halten kann es davon nur wenig. Das Problem ist hierbei aber eben nicht die Software selbst sondern einmal mehr das Paradigma, in welchem diese angeboten wird. Ursprünglich sogar angepriesen als eine Art von "Facebook-Killer" ist das Netzwerk Dreh- und Wendepunkt von so ziemlich vielen Dingen. Nur eben nicht einem besseren und vor allem reflektierten Miteinander.

Ein jedwedes Netzwerk verkommt nur zu einer schlichten Meinungsmüllhalde, sofern die Leute nicht bereit sind über ihren persönlichen Tellerrand zu schauen oder zumindest das Gespräch zu suchen. Noch dazu werden in Beiträgen sehr gerne #YouTube, #Twitter und selbst auch nochmals #Facebook als Quellen genutzt. Was also soll sich ändern, wenn man nur das bereits bekannte Paradigma kopiert und mit seinem digitalen Selbstbildnis fortwährend kokettiert, dieses möglichst breit zur Schau stellt? Faktisch genau nichts! #Eigene-Meinung

@throgh Ideen stehen und fallen mit den Menschen. Ich hab diaspora* vor ein paar Wochen verlassen und mein Konto gelöscht, wenn auch aus anderen Gründen.

Ich vermisse es nicht. Im Gegenteil. ☺️

@nora Korrekt hinsichtlich der Menschen und Ideen. Von daher finde ich es sehr schade wie sich #Diaspora respektive die Gemeinschaft dort auch entwickelt hat und gerade die vielen Möglichkeiten etwas Eigenes aufzubauen oftmals zu verhallen scheinen. Gerade auch wenn man sich etwas "politisch" oder generell auch generell engagieren möchte und den Diskurs sucht. Persönliche Erfahrung, nicht zwangsweise objektiv! :-D

Im Moment überlege ich auch mich komplett hierher auf #GNUsocial zu verlegen. :)

@throgh

Hast du dir mal Mastodon angesehen? Ich benutze das statt GNU Social. Es ist vollständig kompatibel, unterstützt aber zusätzlich Dinge wie Content Warnings. Damit kannst du Beiträge hinter einer kurzen Beschreibung verstecken, mit einem Knopf zum Aufklappen des Beitrags. Das wird gern genutzt für heikle Beiträge, z.B. um andere nicht sonstwie zu triggern.

Außerdem gibt es Formate, wie DirektNachrichten, die nur die Person sieht, die sie lesen soll (PN-mäßig). Dadurch und durch aktive Moderation, Nettiquetten und anderes hat sich eine queere Community hier entwickelt. Das hat auf d* nie stattgefunden. ☹️ Ich finde es "hier" recht sympathisch. 🙂

@nora Ich hatte mir #Mastodon initial angesehen und mich für den ersten Schritt zunächst für #GNUsocial entschieden. Ich hoffe, dass Beide weiterhin kompatibel bleiben. Aber ich bin stetig dabei mir das Gesamtbild anzuschauen!

Ich finde es schön, dass es hier im dezentralen Mikroblogging-Universum bunt ist und gerade auch eine Nettiquette halte ich für sehr wichtig. Das habe ich bei #Diaspora tatsächlich auch vermisst. :)

@throgh Ich glaube, die gute alte Nettiquette war um die Jahrtausendwende rum und ein paar Jahre danach recht verbreitet, besonders in Foren. Danach schien mensch nichts mehr davon zu halten, keine Ahnung. Ich finde das Konzept eigentlich sehr gut, besonders wenn es durchgesetzt wird. Bei Mastodon hatte schon der erste Server der Gründungsperson strenge, explizite Regeln wie "Mache transfeindliche Äußerungen und du fliegst raus, ohne wenn und aber.", also vom Wortsinn her. 😊

🍞 nōra 🍞 @nora

@throgh Auf d* war so ein Code of Conduct mal im Gespräch, wurde aber leider im Laufe der Diskussionen - ich glaube, damals noch auf loom.io - auf ein nutzloses "Be excellent to each other. ❤️" in der Sidebar runtergebrochen. Dazu fehlende Moderatorinnen und eine völlig intranpsarente Meldefunktion.

Unterm Strich hat das überhaupt nichts gebracht. Arschlöcher posteten immer noch menschenverachtendenstes Gedankengut, ohne dass etwas passiert.

Seit Mastodon haben viele Server eigene solche Code of Conducts. Dadurch ist es nicht mehr egal, welchen Server mensch benutzt - etwas, was ich selbst mal als was Gutes empfand.

@nora Na herrje, einen Satz wie "Be excellent to each other." könnte man glatt auch mit Google und seinem "Don't be evil!" vergleichen. Beides kombiniert fällt das unter dem obligaten Ausspruch aus "Fluch der Karibik": Eher Richtlinien und man KANN sich VIELLEICHT daran halten, oder eben nicht. :(